Das letzte Jahr war zum Bersten voll mit neuen Erfahrungen und überraschenden Begegnungen. Da war nicht nur das Bloggertreffen in Hamburg mit den liebenswerten Frauen von Orion, wo ich unter anderem Sally von Lippenbekenntnisse kennen und schätzen gelernt habe (auf ihre Sextoy-Tipps aus erster Hand mag ich nicht mehr verzichten!).

Auch Erlebnisse wie mein erstes erotisches Fotoshooting haben mich dieses Jahr mit mehr Selbstbewusstsein und einem entspannteren Umgang mit dem eigenen Körper belohnt. Auf dieser Basis waren auch die Herausforderungen in der offenen Beziehung gut zu bewältigen.

Im Rückblick stand das Jahr 2018 unter dem Motto, mehr nach außen zu gehen, Kontakte zu knüpfen, Neues zu wagen und groß zu denken. Das war inspirierend, ermutigend und hat unglaublich viele Energien freigesetzt. Gleichzeitig fühlte ich mich aber manchmal wie mitten im Schleudergang und habe mir oft mehr zuge-MUT-et, als meine Seele bereit war zu verarbeiten. Ich gehe also definitiv nicht mit gut geladenen Batterien ins neue Jahr.

Projekt G-Punkt 2019

Das Jahr 2019 stelle ich deshalb unter das Zeichen des G-Punkts.

Hää, was hat der jetzt damit zu tun?

Du musst wissen: ich gehöre zu den Frauen, die ausschließlich durch klitorale Stimulation zum Orgasmus kommen. Entweder mit den Fingern oder mit Sextoys. Einen Orgasmus ohne Berührung des Klitoriskopfs habe ich erst einmal im Leben gehabt. Der klitorale Orgasmus ist schnell, zielgerichtet, fast immer eine sichere Bank. Und ich mag ihn, keine Frage.

Die Schätze des eigenen Körpers erforschen. Über den G-Punkt zum Orgasmus kommen.

Trotzdem weiß ich, dass es da noch mehr gibt. Dass mein Körper Fähigkeiten besitzt, von denen ich nur eine vage Ahnung habe. Um seine Geheimnisse zu entdecken, braucht es Geduld, Zeit und Ruhe. All das, von dem ich mir im letzten Jahr zu wenig zugestanden habe.

Die langsame Reise zum G-Punkt: Entschleunigung durch Masturbation

Deshalb werde ich es 2019 ruhiger angehen lassen. Mir mehr Zeit zur Erforschung meines Körpers nehmen. Hemmschwellen überwinden und mein innerstes Berühren. Die Gefühle annehmen, die das unzweifelhaft auslösen wird.

Wie das genau aussehen wird? Ganz ehrlich, ich habe noch keinen Plan. Und vielleicht ist genau das die richtige Herangehensweise. Momentan weiß ich nur, dass ich Lust auf neue, andere Sextoys habe. Dass ich neben der zuverlässigen klitoralen Stimulation anderes probieren will. Dildos, Analplugs und G-Punkt-Vibratoren zum Beispiel.

Ich will mich einlassen auf ungewohnte Empfindungen. Auf neue Reize. Und bei all dem Forscherdrang nicht vergessen, meinem Körper Zeit zu lassen. Denn neue Reize wollen auch verarbeitet werden. Der Körper ist in der Lage, neue Nervenbahnen zu entwickeln und bestehende, vernachlässigte auszubauen. Das Projekt G-Punkt wird also ein langfristiges.

#zumkommenkommen

Ich würde mich freuen, wenn du mich weiter mit auf dieser Reise begleitest. Vielleicht hast du sogar Tipps aus deiner eigenen weiblichen Orgasmustrickkiste, die du mir verraten willst (als Kommentar, Email oder Nachricht auf den sozialen Netzwerken).

Vielleicht hast du ja sogar Lust, mitzumachen? Lass uns das Jahr 2019 unter das Zeichen des Kommens stellen. Komm wie du willst, Hauptsache du kommst. So oft, so lang und so verschieden wie du willst. Teil deine Erfahrung mit dem Hashtag #zumkommenkommen – weil wir am besten von anderen Frauen lernen können. Alles Wissen ist da, wir müssen es nur wie in alten Zeiten teilen und von Frau zu Frau weitergeben.

Und jetzt sage ich Tschüss 2018, es war schön mit dir. Du hast mir viel Gutes gegeben. Doch jetzt ist es Zeit, nach vorne zu schauen, auf das was noch Unentdeckt ist und von mir gefunden werden will. Von dir auch?

Fotos von Dmitry Bayer und Amaury Salas via unsplash.com