Einen offenen und entspannten Umgang mit Sexualität in der Beziehung finden. Ein gutes Körpergefühl und das Wissen, so in Ordnung zu sein, wie du bist. Vor Eifersucht nicht in Schockstarre oder unkontrollierte Wut verfallen. Deinen inneren Kritiker zum Schweigen bringen und endlich das tun, wofür dein Herz brennt.

Diese Bücher sind hilfreiche Begleiter auf dem Lebensweg. Manche haben nachhaltig meine Sicht auf die Welt verändert. Andere machen einfach nur gute Laune. Die Liste folgt keiner bestimmten Reihenfolge. Ist was für dich dabei? Bist du der Meinung, da fehlt ein wichtiges Standardwerk? Dann schreib mir einen Kommentar, ich freu mich immer über neue Leseempfehlungen!

Meine Lieblingsbücher über Lust, Liebe und Leben  

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Untenrum frei von Margarete Stokowski

Sex macht Spaß. Und Probleme. Die spiegelonline-Kolumnistin Margarete Stokowski schreibt darüber, warum die Freiheit im Kleinen mit der Freiheit im Großen zusammenhängt, und warum das am Ende dasselbe ist. Und weshalb man dazu weit zurückschauen muss, in die Kindheit – In der es nämlich schon losgeht damit, dass wir uns Handlungen oder Worte verbieten oder sie uns von außen versagt werden aufgrund schiefer Moralvorstellungen. Es ist ein sehr persönliches Buch über unzulänglichen Aufklärungsunterricht, Haare und Enthaarung, von Sex und Liebe und vom Feminismus. Auf der Seite des rowohlt-Verlags findet sich eine Leseprobe zu “Untenrum frei”. 

Treue ist auch keine Lösung von Holger Lendt und Lisa Fischbach

‘Treue ist eine Ausnahme, nicht die Regel. Und: Untreue kann Liebe sein, Treue dagegen lieblose Gewohnheit.’ Dieses Buch war die vielleicht wichtigste Unterstützung auf meinem Weg in die Offene Beziehung. Es ist keine Fremdgehfibel, sondern eine Anleitung dazu, sich seiner Bedürfnisse und Gefühle bewusst zu werden. Damit wir in unseren Beziehungen nicht länger einem romantischen, aber realitätsfernen Ideal der ewigen Treue nachhängen, sondern endlich so lieben, dass alle Partner sich entfalten und wachsen können. Hier geht es zu einem ausführlichen Interview mit den Paarberatern Holger Lendt und Lisa Fischbach.

Schlampen mit Moral von Dossie Easton und Janet W. Hardy

Nachdem wir die grundsätzliche Frage geklärt haben, warum Monogamie nicht die einzige vorstellbare Lebensform ist, bietet dieser Klassiker der Beziehungsliteratur ganz handliche Tipps zum Leben in alternativen Beziehungsformen. Dabei werden praktische Anleitungen geliefert: Wie gehe ich mit Eifersucht um? Wie kriege ich im Bett, was ich will? Wie kommuniziere ich so, dass ich emotional ehrlich mit meinen Partnern und mir selbst umgehe? Dabei flechten die Autorinnen kleine Übungen ein, um sich über die eigenen Gedankenmuster und Gefühle klarer zu werden. Was der seltsame Titel soll? Das erfährst Du in der Leseprobe zu “Schlampen mit Moral”.

Your money or your life von Joe Dominguez und Vicki Robins

Hä, was haben jetzt Finanztipps mit einem Sexblog zu tun? Weil es einmal mehr um Freiheit geht. Unsere Einstellung zu Geld und zum Geldverdienen beeinflusst fundamental unsere gefühlte Lebensqualität. Arbeit bedeutet ja, Lebenszeit gegen Geld zu tauschen. Und es stimmt schon, dass ich mir mit diesem Geld Glück kaufen kann. Ich liebe es zu reisen, und hab ein Faible für schönes Design und gutes Essen. Aber wenn ich nur noch arbeite und Geld verdiene, um mir Dinge zu kaufen, die mich kurzzeitig befriedigen, um mich davon abzulenken, dass ich zu viel arbeite…. ein Teufelskreis. Das Buch schafft eine hilfreiche Verbindung zwischen philosophischen und psychologischen Fragen (was bedeutet mir Geld, was mache ich weshalb damit, und warum fällt es so verdammt schwer darüber zu reden, vor allem wenn man es nicht hat) und ganz lebensnahen und detaillierten Tipps, anders mit der Ressource Geld umzugehen – weniger oder anders ausgeben, Schulden abbauen, Arbeitszeit reduzieren. Was ich mit der gewonnen Zeit anfange? Liebe machen zum Beispiel! (Leider nur auf englisch erschienen, dafür jetzt endlich in einer aktualisierten Ausgabe von 2018!)

Anleitung zum Müßiggang von Tom Hodgkinson

Tom Hodgkinson ist ausgewiesener Experte in Sachen Müßiggang und Trödelei. Er ist nicht nur Betreiber der Idler Academy, ein Kulturzentrum mit Bibliothek und Café, das Kurse in Sticken, Latein und mittelalterlicher Musik anbietet. Er hat es auch in vielen (gescheiterten) Versuchen perfektioniert, möglichst wenig zu arbeiten für die größtmögliche Ausbeute an Lebensqualität. Und weil er noch dazu eine Art Universalgelehrter der schönen Zeitvertreibe ist, ist sein Buch weniger ein Selbsthilferatgeber wie es der Titel vermuten lässt, als vielmehr eine spannende und abwechslungsreiche Kulturgeschichte des Müßiggangs. Muße ist für mich ein Quell übersprudelnder Lebensenergie, denn aus Muße entsteht Kreativität. Und weil ich schon so viel von Hodgkinson gelernt habe, spare ich mir weitere Worte und verweise auf die Rezension von Michael Langer für den Deutschlandfunk. Wenn Du danach noch Lust hast, leg die Beine hoch und zieh Dir die Leseprobe zur “Anleitung zum Müßiggang” rein.  

Das Buch der 100 Vergnügungen von Tom Hodgkinson und Dan Kieran

Was wäre ein Müßiggang-Experte, wenn er nicht auch tausend Ideen hätte, was man mit seiner Zeit besseres anfangen könnte, als Haushalt und Arbeit. Hundert davon hat er uns zusammen mit Dan Kieran dankenswerterweise zusammengeschrieben. Wir haben diese fixe Idee, dass Spaß zu haben eine teure Sache ist. Dabei sind die schönsten Dinge ganz umsonst zu haben: “Warten, dass der Tee zieht”, “Krank sein” oder auch “Sex am Morgen”. Ein Buch, das die Lust zur Sinnlichkeit anfacht. Leseprobe gefällig?

Meditationen für ein gelassenes Leben

Im Alltag Ruhe finden von Jon Kabat-Zinn

Schön und gut, dieser ganze Müßiggang und das Rumlümmeln und faule Lakenwühlen. Aber was, wenn das Stresslevel so hoch ist, dass ich die Muße und Ruhe gar nicht aushalte? Mir hat Meditation sehr geholfen, mein Lebenstempo wieder selbst zu bestimmen und tatsächlich Inseln der Ruhe im Alltag zu finden. Dazu muss man nicht wie Buddha selig grinsend auf dem Boden sitzen und warten, bis einem die Petersilie aus den Ohren wächst. Meditieren kann man jederzeit und auf viele Arten – beim Gehen, im Liegen und sogar beim Wäsche zusammenlegen. Meditation schult die Wahrnehmung eigener Bedürfnisse, genauso wie die feinfühlige Aufmerksamkeit fürs Gegenüber, und was zwischen uns passiert. Eigentlich ganz praktisch für ein erfülltes Liebesleben, oder?    

Ein spiritueller Pfad zur Aktivierung unserer Kreativität

Der Weg des Künstlers von Julia Cameron

Du kannst das nicht. Du machst das völlig falsch. Wer soll sich dafür bitte interessieren? Und wie Du wieder aussiehst! – Wie man sich von seinem inneren Kritiker frei macht, um endlich das zu tun, was einem schon lange am Herzen liegt (Illustrationen zeichnen, Dokus drehen oder einen Sexblog schreiben…) das lehrt uns Julia Cameron in ihrem “Weg des Künstlers”. Dafür muss man nicht zwangsläufig Künstler sein. Ihre Methode hilft meiner Meinung nach auch, sich von falschen Moralvorstellungen, Denkmustern und Schamgefühlen zu lösen. Und damit einen weiteren Schritt zu einer befreiten und kreativen Sexualität zu machen. Eine Leseprobe zum “Weg des Künstlers” gibt es hier!

Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen – Anregung zur Achtsamkeit von Frank Berzbach

  Auch dieses Buch behandelt die grundlegende Frage: “Wie wollen wir leben?”. Berzbach hat darauf verzichtet, den x-ten Selbsthilferatgeber mit Plattitüden zu füllen. Basierend auf Philosophie, Psychologie und Zen Buddhismus weist er Wege auf, ein Leben zu leben, wie es uns persönlich entspricht, unabhängig von fremden Erwartungen. Dabei geht es nur in Teilen um Kreativität und kreative Arbeit. Sondern vielmehr (erneut) um den Umgang mit dem inneren Kritiker, mit erlernter Hilflosigkeit, mit Denkmustern und selbstabwertenden Gedanken. Das Buch ist mit knapp 30 Euro zwar kein Schnäppchen, dafür erhältst du ein wunderhübsch gebautes Kunstwerk aus Papier. Und außerdem ein Buch, das du immer wieder gerne zur Hand nehmen wirst, um einzelne Passagen erneut zu lesen.

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