Das erste Mal als Paar im Swingerclub auf der "Schlossnacht der weiblichen Gelüste"


In diesem Jahr war ich gefühlte 12 Mal im Swingerclub oder auf Sexparties, die echte Zahl liegt vermutlich weitaus höher. Die Spannung, nicht zu wissen, was der Abend bringt, macht mir irre viel Spaß, und mit dem Sex zu Dritt hab ich einfach mein Ding gefunden.

Seit ich mit meinem Freund eine offene Beziehung habe, bin ich also auf eine abenteuerliche Erkundungsreise in die Tiefen meiner Lust gegangen. Immer in Begleitung - aber bisher nie zusammen mit meinem Freund. Zwar haben wir schon vor Jahren die gemeinsame Fantasie gehabt, zusammen einen Swingerclub zu besuchen. Aber dann immer tausend Ausreden gefunden.

Mit der neuen Freiheit der offenen Beziehung zog es uns zunächst in unterschiedliche Richtungen. Mich zu mehreren Männern gleichzeitig, meinen Freund zum Thema BDSM. Jetzt wollten wir ein verlängertes Wochenende in Berlin nutzen, um einen Versuchsballon steigen zu lassen:

Unser 1. Mal als Paar im Swingerclub.


Da mein Freund meine Begeisterung für Parties mit Herrenüberschuss und MMF (Abkürzung für einen Dreier mit einer Frau und zwei Männern) nicht teilt, haben wir uns für einen Abend mit dem Motto Bi-Frauen entschieden.


Schlossnacht der weiblichen Gelüste (Foto von Lotta Love)


Das Ankommen im Schloss Milkersdorf war entspannt: wir waren gut vorbereitet, wurden herzlich in Empfang genommen, und weil ich schon mal auf einem anderen Abend auf Schloss Milkersdorf war, kenne ich die Räumlichkeiten. So nahm meine Sicherheit auch meinem Freund etwas die Aufregung.

An diesem Freitag Abend haben sich nicht viele Gäste angekündigt, deshalb hatten wir die Garderobe noch für uns allein und konnten uns in Ruhe akklimatisieren. Die Atmosphäre im Club macht es einem leicht: die Räume sind sehr stilvoll ausgestattet und mit indirektem Licht und vielen Kerzen warm erhellt. Weiche Teppiche sorgen für ein gedämpftes Ambiente, während einem von der Bar schon gechillter House entgegenklingt. (Eine bessere Musikuntermalung als in Milkersdorf habe ich übrigens noch in keinem anderen Swingerclub erlebt!). Eine stimmungsvolle Bildergalerie findest Du auf der Seite des Clubs.

Sobald man fertig angekleidet ist und die Eingangshalle betritt, wird man von den Gastgebern mit einem Glas Sekt begrüßt und kann in Ruhe die unteren Räumlichkeiten erkunden, sich am köstlichen Buffet bedienen und dabei schon mal einen ersten Blick auf die anderen Gäste nehmen.

Weibliche Lust im Mittelpunkt


Diese kamen mir an diesem Abend zurückhaltender vor, als ich es gewohnt bin. Vielleicht lag es daran, dass zu diesem Anlass keine Soloherren zugelassen waren, damit die Spiel-Lust der Bi-Damen ungestört ausgelebt werden konnte.

Nach der Eröffnung der oberen Etage durch den Hausherrn nahm ich meinen Freund gleich mit auf eine Führung durch alle Spielzimmer von Schloss Milkersdorf. Wir nutzten die Gelegenheit der vielen freien Flächen und machten uns auf einem Himmelbett breit legten uns extra so auf das Schönste der großen Himmelbetten, dass man den freien Platz neben uns als Einladung verstehen konnte. Die zwei Paare, die später dazustießen, warteten dennoch zögerlich auf mein Angebot, dazuzukommen.

Letztlich hatte ich mit einer der beiden Damen dank beherzter Kontaktaufnahme meinerseits mittels Rüber-Streicheln noch viel Spaß. Die Herren hielten sich dabei dezent im Hintergrund, obwohl wir beide uns mehr Interaktion gewünscht hätten. Vielleicht war mein Freund nicht der einzige Neuling in dieser Runde. Andererseits habe ich mich bewusst zurückgehalten, denn bei so einem Vorhaben sollte das Tempo immer dem Unerfahreneren die Chance geben, mitzukommen. Und auch das Motto des Abends, die "Schlossnacht der weiblichen Gelüste", legt eben den Schwerpunkt auf weibliche Lust und Interaktion.

Unser Fazit:


Es war ein wunderbar sinnlicher Abend in intimer Atmosphäre, der uns viel Gelegenheit gab, uns als Paar neu über unsere Wünsche und Fantasien auszutauschen. Aber fürs erste Mal auch nicht mehr. Wir beide hätten uns ein volleres Haus gewünscht - wobei ich nicht sicher bin, ob mehr Interaktion auf den Spielflächen nun förderlich oder einschüchternd auf meinen Neuling gewirkt hätte.

Vielleicht ist es den Versuch wert, zusammen noch auf einen zweiten Abend in einen Swingerclub zu gehen. Dann zu einem Termin, der besser besucht ist, und vielleicht die ein oder anderen Bekannten Gesichter für leichteren Anschluss mit sich bringt. In meinem Lieblingsclub Lillith zum Beispiel.

Erst einmal aber sind wir uns einig, dass jeder in seiner eigenen erotischen Welt weiterspielen wird: ich auf hemmungslosen Orgien mit mindestens zwei Männern pro Frau, mein Freund im strengeren Kontext der BDSM- und Fetisch-Parties.

Um danach immer zufrieden und erfüllt mit neuen Eindrücken zueinander zurückzukehren, und uns bei einem Glas Wein auf dem Sofa von den neuesten Erlebnissen zu erzählen.

Sharing is caring.


Aber manchmal bedeutet Liebe und Fürsorge eben auch, nicht alles (mit-) teilen zu müssen.

Übrigens: an diesem Abend hatte ich die Gelegenheit, zum ersten Mal den Sybian ausprobieren zu dürfen. Auch zu einem Wiedersehen mit Frollein Marquardt kam es dabei. Ob das Spielzeug seinem Ruf, multiple Orgasmen zu bringen, gerecht wurde? Mehr darüber demnächst im Blog!

Weitere Infos über Schloss Milkersdorf, Termine und ein super hilfreiches FAQ
findest Du auf https://www.schloss-milkersdorf.de

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